Liebe Leser,

wir machen seit zwei Jahren eine Schülerzeitung hier in der Sukuta-Wannsee Schule. Bisher hatten wir sie immer als Wandzeitung in einem Schaukasten gezeigt, weil Papier und Kopierkosten uns zu teuer waren. Aber jetzt wird gerade das Schulhaus renoviert und unser Kasten ist nicht an der Wand, sodass wir doch mal ein Exemplar 20 mal kopiert haben und es in den Klassen 5 bis neun lesen. Vielleicht interessiert es euch auch, was wir hier so zu sagen haben.

Der Jahresbericht für das vergangene Jahr 2020 liegt vor und ist als PDF downloadbar.

Jahresbericht 2020

We are the Lions of Africa

Speach for the Inauguration of the Wannsee Lion
Written by Genilson Suwareh
We are the Lions of Africa
What does this mean?
It is a great symbol and one of the
best images
if you come to think of it.

It is a symbol of hope that one day we can become
leaders of our society.
It is a phrase that makes us feel strong.
There is something very important when you are called
a
lion of Africa. It is the representation of leadership.
One of the most important things is to join the kingdom of
lions. Because any time you do so you become part of it
with full capacity and the ability to do the right thing.
You
will become wise and energetic in everything you do
because the environment of the kingdom of lions,
meaning our Sukuta-Wannsee school is changing you.
It shows you that you can do better than your best.
Here the lions belong!

Bericht Dezember 2020

Als ich Ende November nach Sukuta zurück kam, war die Schule nach dem Corona lock-down gerade wieder zwei Wochen eröffnet.
Laut Vorgaben des Ministeriums läuft der Unterricht in zwei Schichten um den Abstand in den überfüllten Klassen möglich zu machen. Es besteht theoretisch auch eine Maskenpflicht, da aber die Fallzahlen im Lande sehr niedrig sind, hält sich fast niemand daran. (0 bis höchsten 22 Infizierte pro Tag, keine Toten).

Der Schichtunterricht bedeutet, dass die Klassen geteilt werden und abwechselnd vormittags und nachmittags unterrichtet wird. Für die Lehrer bedeutet es, dass sie von halb acht bis viertel nach sechs Uhr abends in der Schule sein müssen. Ein langer Tag! Dafür bekommen sie 50% mehr auf das Grundgehalt plus eine Zulage von 1000D. (18€). Ein großer finanzieller Aufwand, der ja irgendwoher kommen muss.

Nachbarschaft

Veröffentlicht am 10.09.2020 von Boris Buchholz

Inga Breusing, damals Schulleiterin der Conradschule in Wannsee, und Marina Jarra, Lehrerin an der gleichen Schule, besuchten 1989 das Dorf Sukuta in Gambia. Zwei junge, arbeitslose Lehrer überzeugten die beiden Berlinerinnen davon, dass der Ort eine Vorschule bräuchte. Zurück in Wannsee gründeten zwanzig Kolleginnen und Kollegen den Förderverein Sukuta-Wannsee. Die erste Aktion: Mit 320 DM Startkapital wurden Bänke und ein ehemaliger Ziegenstall gemietet, ein Brett mit Tafelfarbe gestrichen und 23 Kinder aus der Nachbarschaft eingeschult. Aus der Vorschule ist heute eine Schule mit über 600 Schülerinnen und Schülern geworden. Marina Jarra, heute 76 Jahre alt, verbringt seit 2005 jeweils das halbe Jahr in Gambia und das andere in Friedenau.

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