Sonstige Aktivitäten

Gründung eines Gesundheitsfonds

Zur Unterstützung der Sukuta-Wannsee Schule soll ein Gesundheitsfond gegründet werden. Aufgrund einer privaten Initiative von Alfred Harnischfeger, dem 2. Vorsitzenden, konnte bereits dem Jungen Rasheed geholfen werden. Jetzt hat ein anders Kind ein schwerwiegenden Problem. (Siehe Scan)


Da immer wieder mal gesundheitliche Probleme auftauchen, die die Möglichkeiten der Eltern überfordern, regt Alfred Harnischfeger an, einen Gesundheitsfond für die Schule zu errichten, der vom Scvhulleiter verwaltet wird und in besonders harten Fällen helfen soll. Da dies nicht in die, in der Satzung festgelegten, Ziele unseres Vereins gehört, startet die Privatinitiative.

Spendenkonto: Alfred Harnischfeger, Sichwort "Gesundheitsfond" (oder Muctarr), Kreissparkasse Groß Gerau.
IBAN: DE16 5085 2553 0116 7229 76

 


Zu Besuch in Babucarr Damphas neuem Haus

Wir haben Babucarr bei der Jubiläumsfeier erlebt. Es wird einem ganz warm ums Herz zu sehen, wie er mit den Kindern umgeht. Weich und fürsorglich wendet es sich ihnen zu, legt dem einen Kind die Hand auf den Kopf, beugt sich zu einem anderen hinunter. Sehr aufgeregt sind sie, die Vorklässler, denn gleich geht ihr Vortrag los. Babucarr hat sie alle im Auge, macht ihnen Mut, wenn sie nervös von einem Bein aufs andere hüpfen und an ihrer Schuluniform zupfen.



Babuka ist der head master der Nursery School und Vater von 4 Kindern. Er benötigte einen Kredit für seinen Hausbau den aber der Förderverein Sukuta-Wannsee nicht geben konnte. Deshalb startete Urte eine Privatinitiative und sammelte Geld das er in kleinen Raten zurück zahlt. (Siehe Sonstiges) Wir, Urte, Waltraude und ich, dürfen uns das fertige Haus ansehen und sind zu einem afrikanischen Essen bei ihm eingeladen.

Babucarr hat das Haus mit viel Eigenarbeit gebaut, die Steine dafür in einem Model gepresst und an der Sonne trocknen lassen. Mit Hilfe von Maurer und Zimmermann haben sie Stein auf Stein für drei Zimmer hat er gesetzt, das Dach gedeckt und dabei Schule gehalten. Was für eine Belastung! Stolz führt er uns um und durch das Haus, ein größerer Raum in der Mitte, rechts und links ein kleinerer Schlafraum. Es ist recht dunkel, Licht fällt nur durch kleine vergitterte Fenster, so bleibt es auch kühl. Es gibt einen Minigarten hinten. Er müsste gewässert werden, das machen die Kinder. Einen Wasseranschluss für das Haus gibt es noch nicht, das Wasser muss in offenen Eimern oder Kanistern etwa 5 Minuten entfernt geholt werden. „Jetzt ist das nicht mehr so schlimm, sagt Babucarr, aber beim Hausbau war das schon mühsam“. „Deine Großfamilie hat sicher beim Bauen geholfen“, sind wir sicher. „Nicht wirklich, die haben alle selbst so viel zu tun“ ist die Antwort. Im Hof ist ein tiefes Loch, das wird die Klärgrube. „Nein, die Kinder fallen da nicht rein, er hat ihnen verboten dort zu spielen“, sagt Babuka. Zwei Jungen klettern auf einem Baum in beängstigender Nähe. 


Auf der Terrasse sitzen Frauen mit kleinen Kindern und pallavern. Sie haben ihre farbenfrohe afrikanische Kleidung an. Babucarr Frau sitzt dazwischen, hochschwanger mit dem 5. Kind. Wenn es ein Mädchen wird, soll es Urte heißen. (Es wurde ein Mädchen.) Die älteste Tochter, in engen Jeans, kocht gemeinsam mit einer Tante das afrikanische Essen auf einem gusseisenen, dreibeinigen Hocker am Boden. Wir haben abseits an einem Tisch unter einem Baum mit Babucarr und einem Kollegen Platz genommen. Ein Freund des Hauses hat sich auf einer Matratze niedergelassen und liest im Koran. Jeder Gast ist willkommen.

   
Das Essen, Fisch, geschmort in Gemüse und Süßkartoffeln mit Reis wird aufgetragen. Babucarr, der Besucher und wir drei bekommen einen Löffel. Wir essen gemeinsam aus der großen Schüssel, Teller brauchen wir nicht. Es schmeckt köstlich, die Frauen und Kinder auf der Terasse warten bis wir fertig sind und sind ganz fröhlich dabei.

Babucarr bringt uns fürsorglich nach dem Essen zu Marinas Haus zurück. Plötzlich ist der Weg versperrt. Der Motor eines Autos baumelt an einem Baobabast, er wird mit einem Flaschenzug hochgezogen, funktioniert hervorragend. Straße und Hof stehen voller Autos zum Reparieren und Ausschlachten. Alte Mercedesmodelle sind besonders gefragt, vor allem als Taxi. Die halten was aus, die neueren Modelle mit all der Elektronik taugen nicht für dieses Land.

An der Straßenkreuzung verabschieden wir uns von Babucarr. Er ist so heiter und gelassen, wir bedanken uns und wissen, es gibt noch viel zu tun an seinem Haus, er bekommt das hin.

Gabriele Garms, Mai 2014


 

 

 

Mikrokredit auf Privatinitiative

Vor einiger Zeit kam eine Kreditanfrage unseres Lehrers Baboucarr Dampha an den Verein, um sich ein Stück Land zu kaufen. Marina Jarra, unser Vorstandsmitglied vor Ort, schrieb:

„Ein fleißiger Mensch, der keine Sicherheiten bieten kann, hat hier keine Chance an einen einigermaßen bezahlbaren, hygienischen Wohnraum zu kommen, was ihn natürlich auf die Dauer entmutigt, überhaupt Anstrengungen auf sich zu nehmen. Man sieht hier, wie schwer es die kleinen, fleißigen Leute haben, in einen bescheidenen Mittelstand aufzurücken. Ohne einen solchen Mittelstand wird es aber keinen demokratischen Fortschritt geben.”

Der Förderverein kann dieses satzungsgemäß nicht leisten.

Darum haben wir eine Privatinitiative gestartet um zu helfen. Von 25 Spenderinnen und Spendern kam das Geld für den Kredit zusammen und am 23. Februar 2011 konnte das Grundstück gekauft werden. Vom Überschuss aus der zusammen gekommenen Summe wurde Material für die Herstellung der Steine gekauft. Im letzten Jahr hat die Familie in ganz viel Eigenarbeit, mit Helfern und Spendern, das Haus fertig gestellt. Am 1. April 2013 konnte die glückliche Familie einziehen.

Nun können fast alle zu Fuß zur Schule gehen - sparen Fahrgeld - und müssen nicht mehr die horrende Miete für eine kleine Unterkunft bezahlen.

Baboucarr Dampha zahlt den Kredit von seinem Gehalt regelmäßig ab, so dass sich der “Kredit-Topf" langsam wieder füllt.


 Vertrag-Dampha  
 
   

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