Baboucarr Dampha ist seit über 20 Jahren Vorschullehrer bei uns. Ich fragte ihn nach seinen Erfahrungen mit geistig behinderten Kinder.

Hier seine Antwort:
Ich habe schon öfter behinderte Kinder in der Vorschule gehabt. Manche gingen auch später in die Grundschule, ein Mädchen sogar in eine Oberschule.
Im Moment haben wir vier Kinder in der Vorschule und zwei in der Klasse 1 und 2.
Die Elterndieser Kinder wollen, dass diese mit anderen zusammen in die Schule gehen und den Kontakt halten, dafür bezahlen sie auch Schulgeld. In zwei Fällen haben die Eltern aber nichts von der Behinderung vorhergesagt, ich habe das erst im Unterricht bemerkt.
In allen Fällen werden die Kinder nach kurzer Zeit von den anderen akzeptiert, sie sind selbstverständlicher Teil der Klasse mit allen ihren Besonderheiten. Sie nehmen manchmal inhaltlich Teil am Unterricht, „schreiben“ oder malen, sind aber oft für sich und spielen im Sandkasten oder gehen auch mal in andere Klassen.
Ein Mädchen macht auch echte Fortschritte und spricht auch Englisch mit den anderen. Gern zeigt sie ihre Werke und freut sich über mein Lob.
Der Vater, ein Anwalt, hat das Mädchen am Anfang versteckt, wenn Besuch kam. Ich habe mit ihm geredet und ihm gezeigt, wie gut des mit den Menschen in der Schule kommuniziert.
Wir versuchen, diese Kinder an allen Aktivitäten teilhaben zu lassen. Das geht nicht immer,

Wir versuchen, diese Kinder an allen Aktivitäten teilhaben zu lassen. Das geht nicht immer, aber meist trägt es zur toleranten Atmosphäre in der Schule bei, von der alles profitieren.